Gernot Wieland

Foto © Carla Ahrland
Webseite Adresse: http://gernotwieland.com

Warum nimmst Du am Projekt teil? Was interessiert Dich an der beschriebenen Auseinandersetzung mit dem Format „Lesung“?

In meinen Arbeiten verwebe ich verschiedene Erzählungen mit historischen Berichten, persönlichen Erinnerungen und wissenschaftlichen Fakten und entwickle dabei Geschichten zwischen spannungsvoller Nüchternheit und tragisch-komischen Begebenheiten. Ich arbeite auch mit dem Format Lecture Performance, bei dem ich einen Text vortrage und Bilder zeige. Einerseits interessiert mich das Format Lecture Performance, weil es eine unmittelbare Auseinandersetzung mit dem Publikum gibt, und andererseits arbeite ich sehr gerne kollaborativ.

 

Gernot Wieland wurde 1968 in Horn (Österreicht) geboren, er lebt und arbeitet in Berlin und Brantevik (Schweden).

Gernot Wielands Arbeit basiert auf Narration und Erinnerung und wurde weltweit in Museen und Galerien ausgestellt und war Gegenstand vieler Publikationen.

Er arbeitet vor allem mit Text, Video und Lecture Performance um psychologische Zusammenhänge der Gesellschaft und der Menschen zu untersuchen. Er verbindet persönliche Erzählungen, historische und wissenschaftliche Fakten mit realen und fiktiven Erzählungen und erzeugt dabei ein Gefühl des Unheimlichen, oft in einer absurden oder ironischen Weise.

In seinen Arbeiten tauchen psychotherapeutische Settings auf, Papageien, Drohnen, Erzählungen aus seiner katholischen Kindheit, Kritik an hierarchischen Strukturen und verdrängter Vergangenheit, Träume über die Bremer Stadtmusikanten und Tanzperformances.

Gernot Wieland hat vor kurzem in Body Luggage – Migration of Gestures, Kunsthaus Graz/Festival steirischer herbst; Histoires de l’Ile des Bienheureux, Musée du chateau des ducs de Wurtemberg, Montbéliard; „Hello, my name is…“…and…“Yes, I´m fine.“, Lumiar Cité, Lissabon; 33. Kassel Dokumentar, Film und Video Festival, Kassel; _ _ f i n _ _ _ , Dobra Experimental Film Festival, Rio de Janeiro; Random Walks, Konsthall 44, Møn; Performance event Puppet Slam für die Ausstellung Objects Do Things, CCA – Center for Contemporary Art, Warszaw; TED Talk über Depression in Animals für TEDxGhent, Ghent; Writing Performance, Kunstraum Kreuzlingen, Kreuzlingen; Therapy for Drones in Salon Nomade, Kunstverein am Rosa-Luxemburg Platz, Berlin (alle in 2016); Liberty Taken, An international festival of arts in the city of Bombay, Bombay (2015); Midsummer Night Scream, De Appel arts centre, Amsterdam (2015); No Bad Days, Konstmuseum Kalmar, Kalmar (2015); Wo der Ort beginnt, Neue Berliner Räume at Kunsthaus Dahlem, Berlin (2015); Vols et Chants, The Office, Paris (2015); The reluctant narrator, Museo Berardo, Lisbon (2015); Figures of Conjunction, Kunstverein Nürnberg, Nürnberg (2014); A lecture on a lecture, CentrePasqArt, Biel/Bienne (2014); Pecha Kucha: The Bet, Kunst-Werke – Institute for Contemporary Art, Berlin (2013); Videonale.14 – Festival for Contemporary Video Art, Kunstmuseum Bonn (2013); HOTAVANTGARDEHOTHOT, Oslo10, Basel (2012); Nach Bonn – Eine Montage, Kunstverein Bonn (2012); An exhibition of a Study on Knowledge, Forum Stadtpark, Graz (2012); Hard for the money, European Media Art Festival, Osnabrück (2011); Éclats, CEAAC, Strasbourg (2010) und in Touched, Liverpool Biennale, Liverpool (2010) ausgestellt. Im Moment arbeitet er an einem kollaborativen Projekt für die Skulpturenbiennale in Oslo, 2017.